Einen Eindruck von den Möglichkeiten und Vorteilen durch ein wirtschaftliches Engagement in Ungarn erhielten rund 60 Vertreterinnen und Vertreter von Unternehmen, Verbänden, Bildungs- und sonstigen Einrichtungen bei der gemeinsamen Veranstaltung der FernUniversität in Hagen und der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK).
Ungarn hat weit mehr zu bieten als Budapest, Puszta und Balaton – Ungarn ist über den Tourismus hinaus ein überaus attraktives Land für die deutsche Wirtschaft. Das zeigten die FernUniversität in Hagen und die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) in einer gemeinsamen Veranstaltung rund 60 Vertreterinnen und Vertretern von Unternehmen, Verbänden, Bildungs- und sonstigen interessierten Einrichtungen aus dem Kammerbezirk auf. Heimische Unternehmer und ungarische und deutsche Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft kamen zu Wort. Mit ihrem „Ungarn-Tag“ beteiligten sich die beiden Veranstalter an der „Local Heroes“-Woche in Hagen. In Anwesenheit des ungarischen Botschaftsrates Dr. Imre Molnár ging es um Kooperationen in Bildung und Wirtschaft. Der Rahmen für die Veranstaltung bildeten die beiden Kulturhauptstädte Europas, das Ruhrgebiet und die Stadt Pécs, die zusammen mit Istanbul im Jahre 2010 im Mittelpunkt zahlreicher Aktivitäten auch in Hagen stehen.
Mit der Universität der südungarischen Stadt Pécs – der ältesten Alma Mater des Landes – unterhält die Fakultät Wirtschaftswissenschaft der FernUniversität seit 2001 eine sehr erfolgreiche Kooperation in der Lehre: Deutschsprachige ungarische Studierende können wirtschaftswissenschaftliche Abschlüsse sowohl an ihrer Heimatuniversität als auch in Hagen erwerben.
Den Festvortrag „Warum sollten deutsche Unternehmen wieder oder weiterhin in Ungarn investieren?“ hielt Prof. Dr. Gábor Rappai, Dekan für Wirtschaftswissenschaft der Universität Pécs. Gleichzeitig wissenschaftlich fundiert und durchaus unterhaltsam legte er die zentralen wirtschaftlichen Faktoren seines Landes für deutsche Investoren dar. Er kam u.a. auf die durchweg gut ausgebildete Arbeitnehmerschaft in Ungarn zu sprechen, aber auch auf die Nähe zu Deutschland und auf die insgesamt stabilen politischen Verhältnisse. Dabei vergaß er nicht, auch den einen oder anderen weniger positiven Aspekt anzusprechen.
In der sich anschließenden Podiumsdiskussion mit dem Festvortragenden bestätigten Ungarn-erfahrene Unternehmer viele Ausführungen des Festvortrags. Moderiert wurde die Diskussion, in der es auch immer wieder um die gut ausgebildete Arbeitnehmerschaft ging, vom Hauptgeschäftsführer der SIHK Hagen, Hans-Peter Rapp-Frick.
Richárd Rozman, Geschäftsführer Personalwesen der AUDI HUNGARIA MOTOR Kft., unterstrich die Bedeutung des Standorts für die Marke. Ulrich L. Bettermann, OBO Bettermann (Menden), betonte, dass er in der Bilanz mit seinem Engagement in Ungarn sehr zufrieden ist. Prof. Dr. Dr. h.c. (em.) Volker Arnold, FernUniversität, würde sich freuen, wenn das Doppelabschlussprogramm Hagen-Pécs mit seinen Absolventinnen und Absolventen einen kleinen, aber wichtigen Beitrag zur einer positiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklung liefern könnte.
Begrüßt wurden die Gäste vom Präsidenten der Kammer, Harald Rutenbeck, vom Rektor der FernUniversität in Hagen, Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer, und vom Vorsitzenden der Gesellschaft der Freunde der FernUniversität e.V., Klaus Hacker. Moderator der Gesamtveranstaltung war Hans-Jürgen Dütemeyer, Kurator der Stiftung Deutschsprachiges Fernstudienzentrum Budapest
Im ersten Teil der Veranstaltung stellte Dr. Imre Molnár, Botschaftsrat der Republik Ungarn, das ungarische Bildungssystem vor. Dr. Peter Spary, Präsident der Deutsch-Ungarischen Gesellschaft in der Bundesrepublik beleuchtete die aktuellen deutsch-ungarischen Beziehungen und startete mit einem historischen Diskurs. Die Europäische Kulturhauptstadt Pécs 2010 präsentierte der Kulturdirektor der Stadt Pécs, Tamás Szalay.
Auf Seiten der FernUniversität waren Rektor Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer, Prorektorin Prof. Dr. Ingrid Josephs, Prorektor Prof. Dr. Rainer Olbrich, Kanzlerin Regina Zdebel, der Dekan der Fakultät Wirtschaftswissenschaft, Prof. Dr. habil. Thomas Hering, Emeritus Prof. Dr. Volker Arnold als langjähriger Koordinator des Doppelabschlussprogramms sowie weitere akademische Funtionsträger und Professoren anwesend.
Ein besonderer Schwerpunkt der Ansprache von Rektor Helmut Hoyer war die Verbindung von Wirtschaft und Bildung: „Mit all unseren Anstrengungen sind wir vor allem daran interessiert, dass unsere wichtigste Ressource, die Bildung der Menschen, zu prosperierenden Verhältnissen führt.“ Hierzu leisten die FernUniversität und die Universität Pécs mit ihrem Doppelabschlussprogramm sicher einen Beitrag: Die Absolventinnen und Absolventen sind natürlich für deutsche Unternehmen, die in Ungarn tätig sind, und für ungarische Unternehmen, die mit deutschen Firmen zu tun haben, als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter interessant. Neben ihrem hervorragenden Fachwissen zeichnen sie umfassende Kenntnisse der deutschen Sprache und des deutschen Wirtschafts- und Gesellschaftssystems aus. Sie beweisen besondere Zielstrebigkeit, Disziplin und Flexibilität, „denn so ein Doppelstudium erledigt man nicht nebenbei!“ betonte Rektor Hoyer: „Die interkulturell ausgebildeten jungen Menschen sind fit für die Anforderungen des globalen Arbeitsmarktes.“
Das Kuratorium des Fernstudienzentrums Budapest mit dem Leiter der Einrichtung Gábor Halász (li. unten) war zu Gast in Hagen und wurde von Rektor Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer (2. Reihe von oben, re.) empfangen. Mit dabei auch Emeritus Prof. Dr. Dr. h.c. Volker Arnold und Irmgard Broekmann, Leiterin der Abteilung für Internationale Angelegenheiten und Forschung.
Über die Zusammenarbeit mit Pécs hinaus gibt es in Ungarn noch weitere Kooperationen der FernUniversität mit der Wirtschaftshochschule Budapest und mit der Technischen Hochschule Budapest sowie mit der Universität Györ. Dabei kommt dem Fernstudienzentrum in Budapest eine koordinierende Rolle zu.
Die FernUniversität in Hagen pflegt ganz besonders enge Beziehungen nach Ungarn. In Ungarn werden 200 deutschsprachige Ungarinnen und Ungarn, die in Hagen studieren, im Fernstudienzentrum Budapest betreut. Anwesend waren daher auch der langjährige Leiter des Fernstudienzentrums, Gábor Halász, sowie alle Mitglieder des Kuratoriums und des Aufsichtsrats der Stiftung „Deutschsprachiges Fernstudienzentrum Budapest“, die das Budapester Studienzentrum unterhält.
FernUniversität in Hagen, 58084 Hagen, Telefon: +49 2331 987-01, E-Mail: fernuni@fernuni-hagen.de